CO2-optimierte Großveranstaltung

– Ressourcen schonend, klima- und umweltfreundlich –

Da wir unsere Verantwortung für unsere Umwelt und unser Klima als Veranstalter sehr ernst nehmen, planen wir etwas ganz Neues und Außergewöhnliches, was es in dieser Form in Norddeutschland oder gar Deutschland noch nie gegeben hat: ein konsequent klimafreundliches Event mit sehr vielen Menschen, die trotz dieses riesigen Angebotes kaum CO2 verursachen. Wir freuen uns, dass wir für die Begleitung unseres Vorhabens die gemeinnützige Organisation Klima-Kollekte – kirchlicher Kompensationsfonds – gewinnen konnten. Das Zentrum Mission und Ökumene – nordkirche weltweit ist eines der Gesellschafterhäuser der Klima-Kollekte. Es ist für uns außerordentlich wichtig, dass die Umsetzung, aber auch die seriöse Bilanzierung der CO2-Emissionen dieses riesigen Events von einer vertrauensvollen Institution begleitet wird. Die Klima-Kollekte wurde 2018 von Stiftung Warentest mit sehr gut ausgezeichnet.

Es führt sicherlich zu weit, an dieser Stelle alle Hintergründe und Voraussetzungen für den 8. September zu schildern. Um viele junge Klimahelfer, die uns mit Erhebungen etc. unterstützen zu gewinnen, bemühen wir uns bei Oberstufen einiger Schulen, diese klimafreundliche Veranstaltung mit Projekten einiger Schulklassen aktiv zu begleiten.

Dazu gehören:

  • die Vorbereitungsarbeiten einer Großveranstaltung
  • die fachliche Information zum Thema Klimaschutz/CO2-Bilanzierung
  • die Vorbereitung und Umsetzung der Datenerhebung mittels iPad am 8. September
  • die Stichprobenbefragungen
  • das Erfassung von Verbräuchen etc.

Begriffserklärungen

Der CO₂-Fußabdruck, auch CO₂-Bilanz genannt, ist ein Maß für den Gesamtbetrag von Kohlenstoffdioxid-Emissionen, der, direkt und indirekt, durch eine Aktivität verursacht wird oder über die Lebensstadien eines Produkts entsteht. Kohlenstoffdioxid-Emissionen und Treibhausgas-Emissionen werden in Tonnen pro Jahr – oder bei Fahrzeugen in Gramm pro Kilometer – angegeben. Der CO₂-Fußabdruck hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen, um die Klimaauswirkungen von Produkten, Dienstleistungen und anderen Geschehnissen im Alltag eines jeden Menschen zu ermitteln. Nur mit diesen Informationen lassen sich die Klimaauswirkungen derselben wirksam minimieren, was wiederum nötig ist, um angestrebte Klimaziele – zum Beispiel das Begrenzen der globalen Erwärmung auf 2 °C – zu erreichen.

Die gemeinnützige Klima-Kollekte GmbH ist ein CO2-Kompensationsfonds von christlichen Kirchen, über den Organisationen, Institutionen, Unternehmen und Einzelpersonen ihre Emissionen ausgleichen können. Der Kompensationsbeitrag fließt in Klimaschutzprojekte in Schwellen- und Entwicklungsländern in den Bereichen erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Die Projekte dienen dabei nicht nur dem Klimaschutz, sondern tragen zur Armutsbekämpfung vor Ort bei sowie zur Umsetzung der Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (SDG). Die Gesellschafterhäuser der Klima-Kollekte sind Brot für die Welt, die Evangelische Kirche in Deutschland, der Deutsche Caritasverband, das Schweizer Hilfswerk Fastenopfer, die Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft e. V., das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger’, das Bischöfliche Hilfswerk MISEREOR, Mission EineWelt – Centrum für Partnerschaft, Entwicklung und Mission der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, die Vereinte Evangelische Mission sowie das Zentrum für Mission und Ökumene – nordkirche weltweit und das österreichische Hilfswerk Horizont3000.

Weitere Informationen unter www.klima-kollekte.de

  • Die Einladung sowie die Werbung erfolgt möglichst nur digital, um Papier zu sparen.
  • Wenn dennoch Papier benutzt werden sollte, dann mit dem Logo des Blauen Engels und „klimaneutral“ gedruckt.
  • Ehrengäste erhalten kein Namensschild, um Plastik und Papier zu sparen.
  • Der Almtweg wird für jeglichen Verkehr gesperrt.
  • Hybridbusse der KViP fahren im E-Betrieb; Busfahrer führen Listen über Anzahl beförderter Gäste.
  • Ein großer Fahrrad-Parkplatz wird bereitgestellt (Platz 3).
  • Der Eintritt ist frei, um Eintrittskarten zu vermeiden.
  • Die Energieversorgung erfolgt ausschließlich mit Ökostrom (OK Power Label oder Grüner Strom-Label) der Stadtwerke Barmstedt.
  • Sämtliche Speisen und Getränke werden möglichst von regionalen Anbietern und Erzeugern, also von „gleich um die Ecke“ vertrieben; eine Auswahl an vegetarischen Speisen wird angeboten; Regionales Fleisch/regionale Wurst werden unverpackt geliefert. Die Fleischwaren werden nur im Brötchen und einer Serviette herausgegeben. Senf und Ketchup gibt es nur in Großspendern.
  • Der Ausschank von Getränken erfolgt ausschließlich in Mehrwegbechern; Selter gibt es ausschließlich in Pfandflaschen bzw. an der Wasserbar der Stadtwerke Barmstedt. Alle Helfer bringen ihren eigenen Trinkbecher/Wasserflaschen mit.
  • Die Imbisswagen sind mit Gasgrillgeräten ausgestattet. Eine Ausnahme ist ein Schwenkgrill mit Kohle, aber ausschießlich mit FCS-Siegel, d.h. für die Produktion der Holzkohle wurde kein Tropenwald abgeholzt, das Holz stammt aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung.
  • Beim Kuchenbuffet gibt es ausschließlich Mehrweggeschirr, ausgeschenkt wird nur Dallmayr Fair trade-Bio-Kaffee, Kaffeesahne und Zucker sind nur aus Spendern erhältlich und der gespendete Kuchen bzw. die Torten kommen ausschließlich aus Appen und der Region.
  • Sämtliche Stände müssen klimafreundlich und Ressourcen schonend ausgestattet sein; absolute Hygiene ist selbstverständlich.
  • Das Aufstellen sogenannter Müllinseln zur Mülltrennung auf dem Gelände ist geplant.
  • Die Bewerbung der Anreise per Fahrrad (evtl. Organisation einer Fahrradsternfahrt), E-Roller, Segways oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln (evtl. Absprachen mit HVV/KViP, um die Taktung des Busses an diesem Tag zu erhöhen) ist vorgesehen.

CO2-Quellen

Gesamtzahl der BesucherInnen und Aufteilung auf die genutzten Verkehrsmittel
Zählung der Personen an den Eingängen, am Fahrradparkplatz und in den Bussen

  1. Zählung der zentral auf dem Kasernengelände geparkten PKW
  2. Zählung der Fahrgäste der Busse durch die Busfahrer:
    • Im Shuttle-Bus zwischen Parkplatz und Festgelände, um Zahl der BesucherInnen zu ermitteln, die mit PKW angereist sind
    • Im Bus zwischen Bahnhof u. ä. und Festgelände: zur Einschätzung der Zahl mit dem ÖPNV angereister BesucherInnen
  3. Zählung der einfahrenden Fahrräder am Eingang des Fahrradparkplatzes
  4. Zählung der Menschen, die durch die 3 Eingänge das Gelände betreten
    • Menge beinhaltet alle BesucherInnen (außer Radfahrer?), Ermittlung Fußgänger-Anteil durch Abzug der Zahl anderweitig erfasster Fahrgäste

 

Schätzung der durchschnittlichen Anfahrtswege

  • Voraussichtlich Stichproben-Befragung mithilfe von SchülerInnen und anderen freiwilligen HelferInnen – Zusatznutzen: mobilisiert Menschen zur aktiven Mitwirkung und macht Klimaschutzbemühungen bekannter
  • Einschätzung der Organisatoren: 90% der Teilnehmenden werden vermutlich aus dem Kreis Pinneberg kommen (Umkreis von ca. 30 km)

Erfassung des Verbrauchs der Shuttle-Busse

  • Information zum Gesamtverbrauch im Rahmen des Shuttledienstes oder zum durchschnittlichen Verbrauch pro km beim Busunternehmen einholen
    • Bei durchschnittlichem Verbrauch pro km: am Tag insgesamt gefahrene Strecke ermitteln

 

Lieferverkehr

Auch die Anlieferung von Materialien wie Bühnentechnik, Zelten, Standausstattung etc. verursacht Treibhausgase und sollte berücksichtigt werden.

Eine Schätzung dieser Emissionen kann auf zentral vorliegende Angaben zurückgreifen, z. B.

  • Zahl und Größe der Stände
  • Herkunftsort des jeweiligen Standbetreiber für Schätzung der Distanz
  • Lieferanten und Menge zentral bereitgestellter Tische, Bänke, Festzelte, Bühnentechnik u. ä.

Das Angebot wird überwiegend zentral gesteuert und der Verbrauch erhoben, so dass eine detaillierte Auswertung der verkauften Einheiten möglich ist.

Für die CO2-Bilanzierung werden die einzelnen Produkte in auswertbaren Kategorien zusammengefasst.

Dafür müssen für jedes Gericht folgende Informationen erfasst werden:

  • Zahl der verbrauchten Portionen (z. B. Stück Kuchen)
  • Fleischanteil: vegetarisch ODER vegan?
  • Herkunft: saisonal und regional ODER teilweise saisonal und regional?
  • Produktionsweise: teilweise biologisch ODER biologisch
  • Ort der Zubereitung: vor Ort ODER fertig angeliefert (Zubereitungsenergie sollte hinzugeschätzt werden)

Werden keine spezifischen Angaben gemacht, gilt die Annahme „Mischkost (teilweise oder überwiegend Fleisch), Herkunft unbekannt, konventionelle Produktionsweise.

Wichtig: Insbesondere der Anteil tierischer Produkte hat einen erheblichen Einfluss auf den CO2-Fußabdruck einer Mahlzeit. Durch eine vegetarische Mahlzeit fallen im Durchschnitt etwa 25% weniger CO2-Emissionen an, als durch eine Mahlzeit mit Fleischanteil, durch eine vegane Mahlzeit sogar 40% weniger.

Die für die Organisation des Familientags verbrauchten Mengen an Druckerzeugnissen und ggf. weiterem Papier sollten zentral erfasst werden. Folgende Angaben je Druckerzeugnis werden benötigt:

  • Angabe, ob Druck bereits kompensiert wurde.
  • Format
  • Grammatur
  • Seitenzahl
  • Menge
  • Recycling oder Frischfaserpapier (Empfehlung: durchgehend Recyclingpapier mit Blauer Engel-Zertifizierung verwenden)
  • Stromverbrauch: Ablesung des oder der Zähler(s) vor und nach der Veranstaltung, Angabe zur Qualität des bezogenen Stroms (konventioneller Strom/Ökostrom/Ökostrom mit Grüner Strom oder Ok Power-Label)
  • Energieverbrauch zur Zubereitung von Mahlzeiten:
    • Biogas der Stadtwerke Barmstedt: Was genau ist das für ein Produkt? Liegt ein Emissionsfaktor vor?
    • Auf eine Erfassung des Holzkohleverbrauchs kann verzichtet werden, sofern Holzkohle aus nachhaltigen Quellen verwendet wird (dringend empfohlen!).

Bereits geklärt: Öko-Strom und Biogas der Stadtwerke Barmstedt.

Wenn die Restmüllmenge in kg erhoben werden kann, ließe sich mithilfe eines Durchschnittsfaktors die durch die Entsorgung entstehenden Emissionen schätzen. Wichtiger als eine CO2-Bilanzierung erscheint in diesem Fall jedoch eine konsequente Strategie der Müllvermeidung.

Das bereits geplante Engagement zur Müllvermeidung könnte beispielsweise mit folgenden Kennziffern ausgewiesen werden:

  • Verkaufte Tassen Kaffee in Mehrwegtassen = Zahl der vermiedenen Plastikbecher

Zahl der verkauften Würstchen etc. im Brötchen = Zahl der vermiedenen Pappteller

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